Mittwoch September 22 , 2021
Textgroesse
   

Elektroinstallationen

„WENN ICH NOCHMAL BAUEN WÜRDE, WÜRDE ICH ALLES GANZ ANDERS MACHEN!“

Dieses den meisten bekannte Sprichwort trifft sehr oft auf die in Neubauten ausgeführten Elektroinstallationen zu. Eine moderne und zeitgemäße Elektroinstallation muss an die heutigen und auch zukünftigen Anforderungen des Betreibers angepasst werden! Eine genaue Planung und Auslegung ist deshalb unumgänglich!

Egal ob Sanierung eines Altbaues, Erweiterung oder Neubau – die Elektroinstallation sollte dem Anwender „ein leben lang“ Schutz, Komfort und hohe Betriebssicherheit bieten!

Fehlplanungen bezüglich Bedarf und Lage von  Steckdosen und Leuchten, Anzahl der Stromkreise usw. können sich im Nachhinein oft nur durch erheblichen Arbeits- und Kostenaufwand korrigieren lassen!

Grundsätzliches:

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Elektroinstallation die Verlegeart „Unterputz“ und „Aufputz“. Bei der Unterputzvariante werden Leitungen in Isolierrohren unter dem Putz verlegt und sind danach nicht mehr sichtbar.

Bei der Aufputzvariante werden Leitungen in Isolierrohren auf dem bestehenden Putz mittels speziellen Schellen befestigt. Diese Form der Verlegung findet meist Anwendung in Kellern, Garagen, Feuchträumen, Heizräumen, usw.

Auslegen einer Elektroinstallation:

Das Auslegen einer Elektroinstallation erfolgt durch einen Elektrotechniker, der nach Absprache mit dem zukünftigen Betreiber alle zu erwartenden Anforderungen an die Elektroinstallation bespricht und die Anlage danach entsprechend dimensioniert!

Oftmalige Nachbesserungsarbeiten:

Zukünftige Benutzer vergessen oftmals die Vorbereitung von Leerverrohrungen für etwaige Änderungen in der Zukunft!! Einige Paradebeispiele hierfür sind die nachträglichen Installationen von:

  • Alarmanlagen
  • strukturierten Netzwerkverkabelungen
  • einer Photovoltaikanlage
  • Gartenbeleuchtungen
  • Saunen
  • Heimkinosystemen
  • Ausbau von Dachböden
  • zusätzliche Internetarbeitsplätze (beispielsweise in den Kinderzimmern)
  • zusätzliche Fernseher
  • Errichtungen von Whirlpools
  • Erweiterungen in Küchen
  • Nachrüstungen von elektrischen Jalousieantrieben

 

Qualitative Unterschiede bei den verwendeten Materialien:

Die Meinung vieler „Schalter sei Schalter“ und „Rohr ist Rohr“, lässt sich bei genauerem hinschauen leicht widerlegen!

Gerade weil eine Elektroinstallation sehr lange halten soll und sicher sein muss, sollte keinesfalls bei der Qualität der verwendeten Materialien gespart werden!

Die Unterschiede eines hochwertigen Schalters beispielsweise lassen sich erst bei genauerem hinschauen erkennen:

Billigschalter haben oftmals schwache Schaltkontakte, die - vor allem bei größeren Schaltlasten und hohen Schaltzyklen - schnell den Geist aufgeben!

Weiters sind Ersatzteile wie etwa Wippen, Abdeckrahmen, Steckdoseneinsätze usw. nach einem Modellwechsel oftmals nicht mehr zu bekommen. Bei Markenherstellern können sie sich darauf verlassen, dass diese über Jahre hinweg erhältlich sind!

Bei Installationsrohren billiger Hersteller ergibt sich oft das Problem, dass sie etwa am Boden oder in der Betondecke verlegt den mechanischen Belastungen des „Baustellenbetriebes“ nicht stand halten und einknicken! Im Nachhinein kann dies problematisch werden, weil das Einziehen der Drähte nur schwer bzw. oft überhaupt nicht mehr möglich ist!

Verteiler und Verteilereinbaugeräte:

Das „Herz“ jeder Elektroinstallation bildet der Verteilerkasten.

In ihm sind Schutzgeräte wie Fehlerstromschutzschalter, Leitungsschutzschaler, Überspannungsschutzgeräte aber auch Steuergeräte wie Zentraldimmer, Stromstossschalter, Zeitrelais, Netzteile für Sprechanlagen usw. untergebracht!

Wer bei der Wahl der Schutzgeräte spart, der spart am falschen Fleck!

Schutzgeräte sollten trotz ununterbrochenen Betriebes auch noch nach Jahrzehnten sicher und zuverlässig auslösen!

Regelmäßige Überprüfung dieser gewährleistet eine einwandfreie Funktionalität.

Komfort einer modernen Elektroinstallation:

Neben der reinen Funktionalität, die bei einer Elektroinstallation im Vordergrund steht, sollte sie auch einiges an Komfort bieten!

Die Verwendung von Dimmern bietet, speziell für Wohnräume, die Möglichkeit, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Stufenloses Dimmen, wenn gewünscht mitttels Fernbedienung, kann Licht vom gedämpften Fernsehlicht bis zum hellen Leselicht schaffen!

Die Verwendung von Bewegungsmeldern bietet eine Menge Vorteile gegenüber dem „normalen“ Schalter.

Gerade bei Eingangsbereichen oder am Gangbereich empfiehlt sich der Einsatz derartiger Melder.

Das Licht wird - sobald sich jemand bewegt - für eine bestimme Zeit eingeschaltet und schaltet sich danach wieder selbstständig wieder ab!

Neben Komfort für den Betreiber selbst schafft es ein gewisses Maß an Einbruchsicherheit, und lässt unbeabsichtigt eingeschaltetes Licht der Vergangenheit angehören!